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Weitere Spende der Martin-von-Adelsheim-Schule für Kids in Afrika

Veröffentlicht am 10.10.2018

Während ich noch in der Weltgeschichte unterwegs war, haben sich die Schülerinnen und Sch

üler zu einem weiteren Spendenlauf aufgemacht. Die insgesamt 1200 "erlaufenen" Euro wurden fair aufgeteilt. In den Fränkischen Nachrichten sowie in der Rhein-Neckar-Zeitung war jeweils ein Artikel über die Spendenübergabe zu sehen. Vielen Dank an alle, die unsere Projekte auch noch ein weiteres Mal unterstützen. 

 

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Was danach geschah......

Veröffentlicht am 20.09.2018

Einige Leute fragen sich zurecht, ob der Blog hier aufhört und vor allem, wie das denn jetzt so ist, zurück in Deutschland, zurück in der Schule.
"Bist du denn schon angekommen?" Diese Frage habe ich schon gefühlte 1000 Mal gehört. Und hier die Antwort: "Nein, das dauert noch. "

Meine Familie hat mich am Flughafen abgeholt und es war so ein schönes Gefühl, alle wieder im Arm zu halten. In der Wohnung hatten Freunde schon alles schön dekoriert, den Staub der letzten 11 Monate entfernt, meinen Kühlschrank gefüllt....war schon toll. Und trotzdem kam mir meine Wohnung plötzlich so unendlich groß vor, hatte ich die Zeit zuvor doch immer nur so 10-15 qm für mich und jetzt waren da auf einmal so viele Dinge, die ich so lange nicht gebraucht hatte. Meine Dusche fühlte sich plötzlich so heiß an. Lag es daran, dass ich meist doch eher kalt oder lauwarm geduscht hatte? Zwei Wochen lang kein Telefon, kein Internet - erholsam ohne Ende und doch hat etwas gefehlt. Die Nachbarn, alle wieder froh, dass ich zurück bin. Die Schulleitung und Kollegen - ebenfalls froh, dass ich heil wieder daheim angekommen bin. Und viele Freunde, die so nach und nach ihr "lass uns doch mal treffen" äußerten. 
Nach 11 Monaten voller Eindrücke gleich noch mehr Eindrücke. Und dann war da ja noch der Besuch von Charmaine aus Lavender Hill (die Kochtopf-Frau), die auch bei mir drei Tage Station machte. Und Andre, mein langjähriger Freund aus Wyneberg, der erst mit seiner ganzen Familie für drei Wochen bei mir wohnen wollte, dann aber doch alleine kam und mit dem ich in Europa unterwegs war. Weitere Eindrücke von Frankreich, den Niederlanden und Dänemark folgten und natürlich besuchten wir auch Berlin. Weitere Eindrücke. Wie soll man da ankommen?

Ich könnte noch stundenlang weiterschreiben, was noch so alles auf mich eingeprasselt ist, aber ich will an dieser Stelle umschwenken:
Es kam nämlich die Anfrage meiner ehemaligen Lehrer aus Malsch, ob ich  nicht einen Bildvortrag machen könnte - und natürlich konnte ich da nicht Nein sagen. Und so habe ich meine Bilder gesichtet und eine bunte Mischung aus Fotos zusammengestellt und ein kleines Programm auf die Beine bekommen. Was soll ich sagen: Plötzlich habe ich das Potential entdeckt, das in diesen Fotos steckt. Ich weiß nicht, wie viel Zeit ich mit Grinsen verbracht habe, weil ich mich an diese oder jene Situation erinnert habe. Ich habe auch gleich noch Fotos für den Englisch-Unterricht herausgepickt, für den EWG-Unterricht und ich werde auch früher oder später meine Reiseerlebnisse mit der Schulgemeinschaft der Martin-von-Adelsheim-Schule GMS teilen - und mit dem Freizeitsport und mit meinen ehemaligen Klassenkameraden und evtl. in Malsch.......


Deshalb lohnt es sich auch, so alle zwei Wochen einmal hier vorbeizuschauen, ob es schon einen neuen Termin gibt.....Aber bitte habt Geduld mit mir, denn ich bin noch nicht angekommen. Mein Gehirn arbeitet noch im afrikanischen Arbeitstempo und auch ich selbst bin noch weit entfernt von meinem deutschen, strukturierten und gewohnten Arbeitstempo..... :) 

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USA - Los Angeles als Start

Veröffentlicht am 19.06.2018

41 Jahre hat es gedauert, bis ich zum ersten Mal amerikanischen Boden betreten habe. Von Neuseeland aus lag Los Angeles praktisch und deshalb habe ich damit begonnen. Doch obwohl die Verbindung so perfekt scheint, war ich eine Ewigkeit unterwegs. Morgens um 6.50 Uhr ging mein Flug von Christchurch aus über Sydney und am gleichen Tag morgens um 6:30 Uhr kam ich in LA an. Wie geht das? Neuseeland ist Los Angeles
19 Stunden voraus - von wegen "America first". :)

Was kennt man von Los Angeles am meisten? Den Stadtteil Hollywood natürlich, dicht gefolgt von Beverly Hills und der Strandpromenade in Santa Monica, wo sich die Leute vor allem auf den Rad- und Fußgängerwegen direkt am Strand fortbewegen. Ein wirkliches Zentrum sucht man in LA vergeblich, dafür könnte man Wochen damit zubringen, sämtliche Stadtteile abzuklappern. Natürlich war ich auf dem Walk of Fame unterwegs und habe einige "Stars" fotografiert, klar war das Hollywood-Zeichen eine meiner ersten Anlaufstellen und natürlich habe ich mir auch Beverly Hills nicht entgehen lassen.

Was waren die ersten Eindrücke?
Erst einmal ein wenig Enttäuschung. Warum? Naja, eine so berühmte Stadt und kein Zentrum, kein direktes Highlight zum Fotografieren in LA Downtown. Dann die Erkenntnis, dass ich eigentlich in LA falsch bin; das ist wie Perlen vor die Säue werfen. Ich kenne soooooo viele angebliche Berühmtheiten nicht - wahrscheinlich hätten 100 Stars an mir vorbeilaufen können und ich hätte sie nicht erkannt. Nach einer ersten Grundorientierung bin ich dann aber doch ein wenig warm geworden mit Hollywood, LA, Metro-Fahren und Santa Monica. 
Morgen geht es nun nach San Francisco - ich bin gespannt. Ein netter Herr aus Beverly Hills meinte heute zu diesem Ortswechsel: "What a contrast."

Bye Bye Neuseeland

Veröffentlicht am 13.06.2018


Am kommenden Freitag werde ich schon früh morgens (6.50 Uhr) Neuseeland nach drei Wochen verlassen. Ich war in Queenstown und habe mich dort in das Land verliebt, weiter ging es nach Wanaka zum #thatwanakatree und von dort über den Fox Glacier und Franz Josef Glacier, wo ich ganz viele Glühwürmchen gesehen habe, weiter nach Greymouth. Auch wenn die Stadt ihrem Namen alle Ehre macht und eher grau wirkt, so wurde ich am letzten Tag dort doch noch positiv überrascht mit Sonnenschein und wunderbaren Gesprächen (Grüße an dieser Stelle an den Waffelmann von "The Lifeboat" - eine Waffel ist noch übrig). Auch die Zugfahrt nach Christchurch war wunderschön und sehr komfortabel. Nur das Fotografieren während der Fahrt und durch die Scheibe hat nicht wirklich funktioniert.
Christchurch bildet nun den Abschluss meiner Neuseelandreise und nach 3 Stunden Spaziergang hatte ich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zumindest von außen schon  alle gesehen. Ich habe es mir ehrlich gesagt etwas größer vorgestellt. Doch eines hat Christchurch mit mir gemacht: Es hat mich wieder einmal wachgerüttelt und mir gezeigt, wie gut es uns eigentlich geht. Die Stadt besteht aus sehr vielen Trümmern, von denen sehr viele durch Erdbeben entstanden sind. Wenn man vor einer prächtigen Kathedrale steht und man dann sieht, wie sie an einer Stelle eingestürzt ist, dann erinnert mich das an die Bilder, die man von Kriegen kennt. Und plötzlich steht man vor echten Trümmern, nicht nur vor einem Bild. Und man stellt sich vor wie es wäre, wenn man im Krieg leben müsste. Ich bin sehr lange vor den Trümmern gestanden und mir wurde bei dem Gedanken an Krieg ganz schlecht. Erst vor diesem Gebäude wurde mir richtig bewusst, welch schrecklichen Bildern unsere Großeltern und Urgroßeltern ausgesetzt waren, als sie den Krieg miterlebt haben. Es ist wirklich einen Gedanken wert. 
Da sich das Wetter seit gestern nun auf Regen eingeschossen hat, habe ich genügend Zeit, die Attraktionen von innen zu besichtigen. Bootsfahrt und Botanischer Garten fallen dann aber doch eher ins Wasser, genau so wie die Fahrt mit der Gondel auf den Berg hoch....

Doch trotz schlechtem Wetter gegen Ende bleibe ich dabei:
Neuseeland ist ein wunderbares Land mit sehr freundlichen Menschen. Danke für die Gastfreundschaft.

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Ozeanien

Veröffentlicht am 26.05.2018

Ja, ich musste auch erst noch einmal nachschauen, auf welchem Kontinent ich mich nun eigentlich bewege. Australien und Neuseeland kennt man natürlich, aber bei der Anzahl der Kontinente geht die Meinung dann doch gelegentlich auseinander. Ich habe mich nun für die Definition Ozeanien entschieden, die Australien mit einschließt - Ende der Geographistunde ;) 
Fakt ist: beide Länder sind ein Traum und ich frage mich, warum ich nicht schon viel früher mit dem Reisen in ferne Länder begonnen habe. 
Sydney ist eine tolle Stadt, bei der mich am meisten die Hafengegend begeistert hat. Der Blick auf die Oper, die Harbour-Bridge, Museen und die Hop-on-Hop-off-Busse, alles zu Fuß erreichbar. Ansonsten viele Restaurants aus aller Herren Länder und Hotels, die zugegebenermaßen etwas teurer sind als in den Ländern zuvor. Doch dafür habe ich zum ersten mal in einer Raumkapsel geschlafen - abgespaced ;) Nach Sydney ging es dann weiter nach Uluru, Ayer's Rock, welches meine Zehner sicherlich aus ihrem Englisch-Buch kennen - im Gegensatz zu den Menschen in Sydney, die selbst zugeben, dass sie nie aus der Stadt kommen und diesen für die Aborigines so heiligen Ort nicht kennen. Die Farben der Berge dort erinnern ein wenig an Namibia und auch die Pflanzenwelt ist der afrikanischen sehr ähnlich. Vielleicht hat es mir deshalb so gut dort gefallen.
Im Anschluss ging es dann für eine letzte Nacht zurück nach Sydney und am nächsten Morgen ging auch schon der Flug nach Queenstown- Neuseeland. Schon als ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin, wusste ich: Hier bin ich richtig. Die grünen, spannend geformten Hügel, darauf ganz sachte weißer Schnee, der den Bergen eine besondere Ausstrahlung gibt  -  da lacht nicht nur das Fotografenherz.
Inzwischen war ich schon auf zwei Wanderwegen unterwegs und hatte unheimlich Glück mit dem Wetter und dem Ausblick. Und wenn man nicht mit der Gondel fährt, kann man das gesparte Geld in den besten Burger der Stadt investieren, den Ferg-Burger. Hier steht man rund 15-20 Minuten an und was soll ich sagen - das Warten lohnt sich, saulecker...
Insgesamt habe ich vor, drei Wochen in Neuseeland zu bleiben und mich ganz langsam Richtung Christchurch vorzutasten...ich hoffe, es wird keinem langweilig, wenn ich immer nur Neuseeland-Fotos hochlade....aber das Land ist echt zu schön um es nicht in Fotos festzuhalten.


Apropos: Irgendetwas möchte ich mit meinen Fotos ja machen, wäre schade, wenn sie nur auf der Festplatte herumliegen. Einen Vortrag habe ich grundsätzlich schon einmal geplant, aber ich könnte mir vorstellen, dass der ein oder andere auch ein Foto im Großformat haben möchte. Hat jemand hierzu schon Erfahrungen gesammelt? Ich würde den Verkauf gerne mit einer Spende für Kids in Afrika verbinden - muss ich in dem Fall dann schon ein Gewerbe anmelden, wenn ich selbst gar keinen Gewinn machen möchte? Und wie stelle ich es an, dass eine Fotoauswahl an die Leute kommt, und die Bestellung an mich? Wer hier bereits Erfahrung gesammelt hat - gerne her damit ;) 

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Glücksprojekt Kinderdorf Mbigili

Veröffentlicht am 14.05.2018

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an meine letzte Spendenübersicht, bei der ich das Kinderdorf Mbigili in Tansania mit dem "Glücksprojekt" erwähnt hatte. Inzwischen ist auf deren Homepage nachzulesen, was das letzte Glücksprojekt war, zu dem auch Ihre/Eure
Spende beigetragen hat. 
Der Kindergarten in Kayamandi wartet unterdessen noch immer auf ein passendes Grundstück - lag ich mit meinem Verdacht also nicht
so verkehrt, dass der Kunstrasen ziemlich sicher eine längerfristige Anlage für das Wohlbefinden der Kinder ist. Dennoch hoffe ich, dass es
bald mit dem Grundstück klappt, so dass die restlichen Spenden den Kindern dort zugute kommen können. 

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Bali

Veröffentlicht am 12.05.2018

Meine Zeit in Bali geht langsam aber sicher schon wieder zu Ende und ich konnte mich hier richtig schön vom Reisen erholen ;) Ja, Reisen kann manchmal ganz schön anstrengend sein. Aber am Strand, wenn man einfach nur dem Rauschen des Meeres lauscht, den Surfern zuschaut, andere Fotografen beobachtet, abends einen Cocktail schlürft (alkoholfrei, versteht sich) und eine Runde im Infinity-Pool schwimmt, dann kann man schon gut abschalten. Und danach hat man wieder Energie für weitere Unternehmungen und kann sich Reisfelder, Museen oder auch den Monkey-Forest anschauen (Fotos zu letzterem folgen noch).
Und, Dank Christian E. aus S. kann ich nun auch endlich wieder gaaaaanz viele Fotos hochladen. Danke an dieser Stelle dafür!
Heute Abend steht nun noch ein traditioneller Tanz an, auch hier folgen noch Fotos und dann geht es vom doch recht touristischen Ubud in eine (so sagt man) weniger touristische Gegend. Ich bin gespannt.....

P. S. Seit ich an der Halong Bay war, bin ich nun auch auf instagram - ich hätte nie gedacht, was für eine coole Plattform das ist. Wer will, kann dort ja einmal vorbeischauen und meine Fotos dort "liken" - bin mal gespannt, wann ich die Likes gegen Bargeld umtauschen kann, haha :)

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Vietnam

Veröffentlicht am 29.04.2018

Seit ein paar Tagen bin ich in Vietnam, genauer in Hanoi. Nachdem ich im Hotel (Antique Angel Hotel, sehr empfehlenswert und gar nicht antik) einen super Manager an der Hand hatte, der ein tolles Verhandlungsgeschick hat, buchte ich für den ersten Tag dort eine Stadt-Tour durch Hanoi. Wir hatten einen tollen Bus, einen tollen Guide und die ausgewählten Orte waren optimal bei Regenwetter. So sahen wir das Ho Chi Minh-Mausoleum, das Hilton-Hotel (nicht das echte, sondern es ist der Spitzname für das Gefängnis, in dem die Kriegsgefangenen untergebracht waren), beim Vorbeifahren den Literaturtempel und den mindestens genau so bekannten und beliebten Tempel mit der roten Brücke am Hoan-Kiem-See. Auch durften wir bei der Produktion verschiedener typischer Produkte in zwei Betrieben vorbeischauen - einmal Töpferware, die mich persönlich nicht so angesprochen hat, und dann in einem Geschäft mit Lackkunst (Thu Huong Hanoi Lacquerware). Dort werden Kunstwerke erstellt, die sogar erschwinglich sind und unheimlich farbenfroh sind, je nach Bearbeitungsmethode (arbeiten mit Eggshells) aber auch etwas dunkler ausfallen können. Hier hätte ich mich arm kaufen können, so dass ich nur die Visitenkarte mitgenommen habe und ich von Deutschland aus garantiert etwas bestellen werde. Aber nach meinen letzten Erfahrungen habe ich nun wirklich genug vom Versenden von Souvenirs nach Deutschland - sorry Leute.
Abends ließ ich den Tag dann zusammen mit einer witzigen Gruppe aus Malaysia, die mich auch prompt zu sich eingeladen hat, beim Waterpuppet-Theatre ausklingen. Nicht dass ich auf Puppentheater stehe, aber das Wasser-Puppentheater ist schon ein besonderes Ereignis, vor allem wenn man am Ende sieht, wie die Wasserpuppen bewegt werden.
Wer in Hanoi ist, muss eigentlich an die Halong Bay, ein von der UNESCO ernanntes Weltkulturerbe. Die Kalkfelsen inmitten des immer klareren  Gewässers sind einfach unheimlich beeindruckend. Ich habe eine Übernachtung auf dem Boot gebucht, da es quasi überall empfohlen wird und wieder einmal von meinem Hotelmanager empfohlen wurde. Es war die richtige Entscheidung und trotz bewölktem Himmel und minimalen  Regenmomenten ein toller Ausflug. Im Anschluss habe ich den Abend in Hanoi ausklingen lassen und mich am Hoan-Kiem-See fotografisch etwas ausgetobt. Und in einer halben Stunde kommt mein Taxi und fährt mich zum Flughafen, dann geht es weiter nach Saigon, wo ich zum ersten Mal am 1. Mai meine Erfahrungen mit der App "Withlocals" ausprobiere. Eine Einheimische führt mich durch die Stadt und kennt sich wohl mit besonderen Foto-Spots aus. Optimal um als Tourist innerhalb kürzester Zeit mit Locals in Verbindung zu kommen. Ich bin gespannt, welche Plätze sie mir zeigen wird......

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Von Indien nach Myanmar

Veröffentlicht am 21.04.2018

Indien war ein wirklich interessantes Land, ist aber ähnlich wie Dubai für die nahe Zukunft erst einmal nicht auf meiner Prioritätenliste für die nächsten Reisen, obwohl das Taj Mahal am Ende schon noch einmal einen tollen Abschluss gebildet hat. Das Gebäude ist symmetrisch gebaut (was man auf meinem Foto leider nicht ganz so erkennt), der weiße Marmor ändert je nach Tageslicht seine Farbe, die Verzierungen sind mit den feinsten Edelsteinen aus aller Herren Länder in filigraner Detailarbeit erstellt worden, ein absolut lohnenswerter Besuch - kein Wunder auch, wenn 25 Jahre daran gebaut wurde. Auch hatte ich Glück, dass ich genau an einem der drei Tage dort war, an denen die Grabkammern (also die Originale) geöffnet waren.
Von Agra bin ich dann mit dem Taxi wieder nach Delhi gefahren und zu meiner Überraschung gab es abends für meinen Flug ein Upgrade in die
1. Klasse. Ob das an dem dezenten Hinweis lag, dass ich am Folgetag Geburtstag habe? Kann schon sein, war auf jeden Fall ein toller Flug, der allerdings erst einmal nach Kalkutta ging. Dort empfing mich dann eine Frau ganz aufgeregt und meinte, mein Anschlussflug wäre umgebucht worden, ich fliege nun über Bangkok nach Myanmar. Mir war es recht, ob ich nun ewig am Flughafen sitze oder noch einen Gratis-Flug mit Gratis-Essen bekomme....da gab es nichts zu überlegen (und übrigens auch keine Alternative von der Fluggesellschaft).
In Myanmar angekommen konnte man sofort einen Unterschied zu Indien feststellen. Kaum hupende Autos, wesentlich sauberer, die Menschen sprechen ein halbwegs verständliches Englisch - und schon befand ich mich im Wohnzimmer des Onkels meines Taxifahrers, der mir für eine Woche ein Rundum-Paket zusammenstellte: Yagon - Golden Rock - Bagan - Mount Papo - Höhlentempel - Lake Inle incl. Bootstour und wieder zurück nach Yagon zum Flughafen. Überall natürlich Sightseeing und Tempel ohne Ende. Ich habe zugeschlagen und es nicht bereut. Auf der Fahrt zu meinem Luxus-Geburtstags-Hotel tanzten die Leute wild auf der Straße und spritzten mit Wasser um sich oder schütteten gar ganze Eimer auf die vorbeifahrenden Autos. Das ist hier die Art, das neue Jahr zu beginnen. Tanzen und statt einem Feuerwerk, wie bei uns, wird hier den ganzen Tag mit Wasser geplanscht, was bei 30 Grad keine schlechte Idee ist (hier muss man dann einfach einmal kurzzeitig ausblenden, dass in Afrika vor lauter Wassernotstand nur 25 Liter pro Person und pro Tag zur Verfügung stehen). Überhaupt muss man vieles ausblenden, oder besser gesagt "verstehen". Man ist eben gerade nicht in Deutschland und deshalb toleriert es die Regierung auch, wenn die armen Leute vom Land auf dem Dach der Transporter sitzen, weil es für sie die günstigste (wenn auch gefährlichste) Transportmöglichkeit ist. Auch ist man hier als Europäer fast so etwas wie ein Außerirdischer. Wer mich kennt weiß, dass ich von Selfies nicht wirklich viel halte. Aber hier kommen die Leute so freundlich auf einen zu und fragen, ob man sich mit ihnen zusammen fotografieren lassen würde - da sage auch ich nicht nein. Ich will gar nicht wissen, auf wie vielen asiatischen Facebook-Accounts ich inzwischen zu sehen bin. Aber sei's drum, wenn es die Menschen glücklich macht. Und was den Buddhismus betrifft: vorgestern Morgen in einem Tempel habe ich die Leute gesehen, die säckeweise das Geld aus den Spendenboxen geschaufelt haben. Das sieht wilder aus als der Postbote, der auch den letzten Brief noch aus dem Briefkasten holt. Die Spendenbereitschaft ist enorm - und wer kein Geld hat, spendet auf andere Weise: kostenloses Bereitstellen von Arbeitskraft zur Erhaltung der Tempelanlagen, Trommeln für Buddha, Blumen, Obstschalen....zugegeben, dafür zahlen sie keine Kirchensteuer. Und auch wenn von einem Gebiet in das nächste gefahren wird, zahlt man Zoll. Und wir Touristen dürfen uns auch daran beteiligen :) Mir gefällt es hier und die Höhlentempel heute Morgen waren extrem beeindruckend....
Noch ein technischer Hinweis: Mein Speicherplatz für Fotos ist schon wieder voll, so dass ich immer wieder alte Fotos lösche um Platz für neue zu haben. Also nicht wundern, wenn die Afrika-Fotos immer weniger werden....

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Indien - schon sehr speziell

Veröffentlicht am 08.04.2018

Vor zwei Tagen bin ich in Kalkutta gelandet. Das Prozedere mit dem Visum war viel entspannter als gedacht und mit der Taxifahrt zur Unterkunft bekam ich einen ersten Eindruck von Indien, bei dem mein Mund nur noch vor Staunen offen stand. So viele alte Gebäude, zerfallene Gebäude,
dazwischen Prachtbauten, teils aus britischer Zeit, teils vermutlich von wohlhabenderen Menschen, Menschen auf den Straßen, Verkaufsstände ohne Ende, ein Gehupe, noch schlimmer als Sri Lanka - zu doof, dass meine Kamera im Kofferraum lag. Aber bei dem Verkehr hätte ich mich nicht getraut auszusteigen und sie zu holen.
Gestern dann ein typischer Touristentag, allerdings mit Begleitung durch einen Local. Nachdem ich schon das Victoria Memorial alleine gefunden hatte sowie die St. Paul's Cathedral, sprach mich ein Mann an und bot mir an, mir die schönsten Tempel Kalkuttas zu zeigen. Erst war ich versucht abzulehnen, denn Tempel hatte ich in Sri Lanka nun wirklich genug gesehen. Aber die Aussicht auf Metro-Fahrt, Busfahrt und Bootsfahrt ließ mich dann doch mit ihm gehen. Er hatte nicht zu viel versprochen. Die Tempel hier sind anders, denn hier gibt es mehr Hindus. Auch eine Rikscha-Fahrt ergab sich noch, wobei mir der Rikscha-Fahrer doch etwas leid tat, gleich zwei Leute transportieren zu  müssen. Aber seine Muskeln sind es wohl gewohnt und ihm habe ich auch Trinkgeld gegeben. 
Nun ist Indien für uns Europäer tatsächlich ein günstiges Land, doch während dieser Tour zeigte mir dieser Mann doch deutlich, wie wir dennoch abgezockt werden. Beispiel: Eine Taxifahrt (um meinen Fuß zu schonen) von 2 km kostete mich alleine 50 Rupien. Das sind ca. 60 Cent. Günstig, oder? Für 10 Rupien weniger sind wir zu zweit 7 Stationen mit der Metro gefahren. Für 40 Rupien konnten wir zweimal zu zweit mit dem Bus von A nach B fahren. Für 20 Rupien sind wir zu zweit vom einen Tempel zum anderen Tempel mit dem Boot gefahren. Wenn ich das schreibe, geht es mir nicht darum, jetzt vom Geldsparen zu reden, vielmehr geht es mir um das Verständnis, wie viel 50 Rupien für einen Einheimischen bedeuten. Ja, Kalkutta ist das Zuhause von vielen armen Menschen, Bettlern und Menschen ohne ein wirkliches Dach über dem Kopf. Ich konnte es auf dem Weg zum Tempel sehen. Ein paar Holzpfähle und eine Plastikplane darüber, das muss häufig reichen. Viele Straßenverkäufer nutze ihren Stand tagsüber, um ein paar Rupien zu verdienen, abends wird alles sauber gemacht, eine dicke Decke darauf gelegt (als Matratze) und dann wird auf dem Stand geschlafen. Und morgens wird dann alles weggeräumt, sauber gemacht und der Verkaufsstand wieder gerichtet. Und bei uns jammern die Kinder, wenn sie nicht ihr eigenes Kinderzimmer haben. Eine Wohnung oder ein Haus ohne Gästezimmer oder eigene Toilette für Gäste, das geht doch nicht, oder? Hier kann man wirklich sehen, mit wie wenig man auskommen kann. Nachdem ich im Mutter-Teresa-Haus war (natürlich dann alleine mit dem Bus), fragte mich eine Frau nach etwas zu Essen. Wir sind in einen Shop und haben für sie und ihre Familie einen Kuchen gekauft. Sie war glücklich - und mich hat es gefreut, dass sie etwas Besonderes am Wochenende zu essen bekommt. Ich selbst habe mir dann noch ein Abendessen für 90 Rupien gegönnt, warme Speise und mein erstes indisches "Lassi" - die Sindolsheimer wissen, was das ist  - aber auch wenn es bei Raja's teurer ist, es schmeckt bei Raja's auch besser. 

Heute nun gibt es einen Flug Richtung Darjeeling und ich bin schon gespannt.


Allen Schülern und Lehrern wünsche ich am Montag wieder einen guten Start nach den Ferien (hier gehen die Kinder übrigens samstags und sonntags auch noch einmal zur Schule, allerdings eher von der Kirche aus). 

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